Weg des Geistes

Weg des Geistes

Lange Zeit suchte ich mein Glück darin, etwas zu haben, etwas zu besitzen, etwas, das mich glücklich machen könnte. Ich suchte immer danach etwas zu werden, was ich ‚noch‘ nicht war.

Bis ich endlich begriff, dass ich immer nur der sein konnte, der ich eben war. Als Student tat ich das, ohne darüber nachzudenken, als ich anfing, Jura zu studieren. Ich musste zwar noch einiges tun, um Jurist zu werden, aber ich war im Moment meiner Entscheidung Jura zu studieren Jurist.

Dass das heißt, dass ich grundsätzlich nichts werden, sondern nur sein kann, was ich bin, das erkannte ich erst sehr viel später. Und dass das auch nur ein Zwischenschritt ist begriff ich lange Zeit nicht.

Das Schwierigste war vielleicht zu akzeptieren, dass es im Falschen nichts Richtiges geben kann. Man kann und darf sich damit einfach nicht arrangieren wollen. Mit Naturgesetzen kann man nicht diskutieren. Mit der Philosophia perennis auch nicht.

Die Herausforderung ist, sie überhaupt zu erkennen.

Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass Information und Wirklich-keit dasselbe sind. Seit die Physiker erkannt haben, dass die Welt ganz anders ist, als der Mensch bis dahin dachte (und leider oft immer noch denkt), müssen wir endlich lernen, anders zu denken.

Auch in der Wissenschaft setzt sich seither mehr und mehr die Über-zeugung durch, dass das Universum nichts anderes ist als Geist. Albert Einstein hat es mit diesen Worten auf den Punkt gebracht:

‚Es sieht immer mehr so aus, als ob das ganze Universum nichts ande-res ist als ein einziger grandioser Gedanke.'